Akronym zum Wort Sicherheit
Hilfsmöglichkeiten

Während die Amygdala die Stressreaktion in Gang setzt, veranlasst sie auch den Hippocampus, sich die stressauslösende Situation gut zu merken. Auf diese Weise lernen wir, uns vor der “Gefahr” in Acht zu nehmen. Kommen wir erneut in eine derartige Situation, läuft die Stressreaktion noch schneller ab.

Ist die Stressreaktion ausgelöst, schaltet sich unser „denkendes Gehirn“ für einige Minuten ab. In dieser Zeit sind Menschen kaum in der Lage, klar zu denken oder Ratschläge aufzunehmen. Deshalb helfen in solchen Momenten gut gemeinte Sätze wie „Hab keine Angst …“ überhaupt nicht.

Beispiel:
Wenn ein Kind panisch auf einen großen Hund reagiert, kann es Worte wie “… der tut doch nichts!” nicht verarbeiten. Was wirklich im konkreten Fall hilft, ist dem Kind Sicherheit zu vermitteln: sich schützend zwischen Hund und Kind zu stellen und so zu zeigen, dass es sicher ist. Auf diese Weise erlebt das Kind, dass es in der Gefahr nicht allein ist.

Akronym zum Wort Sicherheit
Hilfsmöglichkeiten

Während die Amygdala die Stressreaktion in Gang setzt, veranlasst sie auch den Hippocampus, sich die stressauslösende Situation gut zu merken. Auf diese Weise lernen wir, uns vor der “Gefahr” in Acht zu nehmen. Kommen wir erneut in eine derartige Situation, läuft die Stressreaktion noch schneller ab.

Ist die Stressreaktion ausgelöst, schaltet sich das „denkende Gehirn“ für einige Minuten ab. In dieser Zeit sind Menschen kaum in der Lage, klar zu denken oder Ratschläge aufzunehmen. 

Beispiel:
Wenn ein Kind panisch auf einen großen Hund reagiert, kann es die Worte “… der tut doch nichts!” nicht verarbeiten. Was wirklich im konkreten Fall hilft, ist dem Kind Sicherheit zu vermitteln: sich schützend zwischen Hund und Kind zu stellen und so zu zeigen, dass es sicher ist. Auf diese Weise erlebt das Kind, dass es in der Gefahr nicht allein ist.

Sicherheit und Orientierung

Für Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben, sind Sicherheit und Orientierung grundlegende Voraussetzungen, um wieder Stabilität zu gewinnen. Für eine erste akute Versorgung braucht es oft nur wenig, um Betroffenen wirksam zu helfen.

Die nachfolgenden Beispiele sind als Anregung zu verstehen: 

  • selber ruhig bleiben und dem Betroffenen signalisieren: “Du bist jetzt sicher.”
  • gefährliche Umgebung verlassen und Abstand zum Auslöser herstellen
  • Berührungen mit Zustimmung / Hand reichen
  • einfach verlässlich da sein
  • in kurzen Sätzen leise und klar ansprechen: “Du bist nicht allein.” oder “Ich bin bei Dir.”
  • Wahlmöglichkeiten geben “Möchtest du dich hinsetzen oder lieber stehen?”
  • Grundbedürfnisse sichern (z.B.: Wasser oder Decke anbieten)
  • Orientierung im Hier und Jetzt geben: “Spürst Du den Boden?” oder “Schau mal, welche Farbe hat die Wand?”
Die Angaben aller Bildquellen erfolgen der Einfachheit halber ausführlich im Impressum.
Auf dem Foto steht groß das Wort Sicherheit und aus den Anfangsbuchstaben leitet sich entsprechende Akronyme ab und zeigt drei Fotos für Hilfsangebote. Die Angaben aller Bildquellen erfolgen der Einfachheit halber ausführlich im Impressum.

Hilfsmöglichkeiten

Während die Amygdala die Stressreaktion in Gang setzt, veranlasst sie auch den Hippocampus, sich die stressauslösende Situation gut zu merken. Auf diese Weise lernen wir, uns vor der “Gefahr” in Acht zu nehmen. Kommen wir erneut in eine derartige Situation, läuft die Stressreaktion noch schneller ab.

Ist die Stressreaktion ausgelöst, schaltet sich unser „denkendes Gehirn“ für einige Minuten ab. In dieser Zeit sind Menschen kaum in der Lage, klar zu denken oder Ratschläge aufzunehmen. Deshalb helfen in solchen Momenten gut gemeinte Sätze wie „Hab keine Angst …“ überhaupt nicht.

Beispiel:
Wenn ein Kind panisch auf einen großen Hund reagiert, kann es Worte wie “… der tut doch nichts!” nicht verarbeiten. Was wirklich im konkreten Fall hilft, ist dem Kind Sicherheit zu vermitteln: sich schützend zwischen Hund und Kind zu stellen und so zu zeigen, dass es sicher ist. Auf diese Weise erlebt das Kind, dass es in der Gefahr nicht allein ist.

Zeigt drei Fotos zu Hilfsangeboten: Ein Vater nimmt seine Tochter tröstlich in den Arm, zwei Frauen legen die Köpfe aneinander und sind füreinander da und eine Frau die einladend ihre Hand ausstreckt.

Sicherheit und Orientierung

Für Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben, sind Sicherheit und Orientierung grundlegende Voraussetzungen, um wieder Stabilität zu gewinnen. Für eine erste akute Versorgung braucht es oft nur wenig, um Betroffenen wirksam zu helfen.

Die nachfolgenden Beispiele sind als Anregung zu verstehen: 

  • selber ruhig bleiben und dem Betroffenen signalisieren: “Du bist jetzt sicher.”
  • gefährliche Umgebung verlassen und Abstand zum Auslöser herstellen
  • Berührungen mit Zustimmung / Hand reichen
  • einfach verlässlich da sein
  • Orientierung im Hier und Jetzt geben: “Spürst Du den Boden?” oder “Schau mal, welche Farbe hat die Wand?”
  • in kurzen Sätzen leise und klar ansprechen: “Du bist nicht allein.” oder “Ich bin bei Dir.”
  • Wahlmöglichkeiten geben “Möchtest du dich hinsetzen oder lieber stehen?”
  • Grundbedürfnisse sichern (z.B.: Wasser oder Decke anbieten)

Behandlungsmöglichkeiten

Traumaverarbeitung bedeutet nicht, den Splitter einfach zu vergessen, sondern ihn behutsam herauszuholen. Trauma heilt, indem man das Eingeschlossene in sich langsam wieder ans Licht holt, sicher anschaut und verarbeitet. Die Erfahrungen sollen so bearbeitet werden, dass sie geordnet und im sogenannten „kalten Gedächtnis“ abgespeichert werden können, wo sie nicht mehr ständig belastend wirken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man ein Trauma behandeln kann. Viele Menschen suchen bei Fachkräften (beispielsweise bei Psychologen oder in der traumazentrierten Fachberatung) Hilfe und sprechen über das Erlebte. Ziel ist es, Gefühle und Gedanken, die mit dem Trauma verbunden sind, besser zu verstehen und neue Wege zu finden, damit umzugehen. Dabei ist es wichtig eigene Ressourcen zu sehen und zu nutzen sowie belastende Gedanken oder Verhaltensmuster zu erkennen und Schritt für Schritt durch neue, hilfreichere Strategien zu ersetzen.

Eine besondere Methode der Traumatherapie heißt EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Dabei erinnert man sich an das Trauma, während man mit den Augen bestimmte Bewegungen nachverfolgt, die die Fachkraft vorgibt. Das hilft vielen Betroffenen, die Erinnerungen neu einzuordnen und weniger belastend zu empfinden. 

Manche Menschen profitieren auch von einem Aufenthalt in einer spezialisierten Klinik für Traumafolgestörungen. Dort haben sie die Möglichkeit, sich ganz auf ihre individuelle Problematik zu konzentrieren, ohne gleichzeitig die Belastungen aus Familie, Beruf oder Alltag tragen zu müssen. In einer solchen geschützten Umgebung kann intensiv und oft mit verschiedenen Therapieformen kombiniert gearbeitet werden, was den Heilungsprozess zusätzlich unterstützen kann.

Auch Selbsthilfegruppen sind für viele Menschen eine große Hilfe. Hier treffen sie auf andere, die ähnliches erlebt haben und erfahren Unterstützung durch den Austausch.

Wichtig ist: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, der für alle passt. Jeder Mensch braucht seine eigene Form der Unterstützung. Gemeinsam mit einer Fachperson lässt sich herausfinden, welche Therapie oder Kombination von Maßnahmen am besten geeignet ist. Heilung bedeutet dabei nicht, das Trauma ungeschehen zu machen. Vielmehr soll während der Traumaverarbeitung ein Weg aufgezeigt werden, mit den traumatischen Erfahrungen zu leben und sich nicht davon das eigene Leben bestimmen zu lassen.

Wichtig: Die Angaben aller Bildquellen erfolgen der Einfachheit halber ausführlich im Impressum.